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Paul in Topform, Bernhard ausdauernd

Der Halbmarathon ist Geschichte, nun stehen für die meisten aus der Langstreckengruppe kürzere Distanzen an. Herausragend dabei die Ergebnisse von Paul Heller, unserem neuen Mittelstrecken-Ass.

Erst schraubte er seine 1500m-Bestzeit beim Abendsportfest in Pfungstadt im Alleingang auf 4:02,58 min., dann setzte er bei den Quali-Tagen noch einen drauf: Mit 3:59,17 blieb er erstmals unter der magischen Vierminutenmarke. Und nur einen Tag später verbesserte er in Mannheim seine 800m-Zeit: Die steht nun bei exzellenten 1:55,54 min. – Platz 7 in der ewigen TSG-Bestenliste.

Auch José Prados, 24 Jahre älter als Paul, trat sowohl in Pfungstadt als auch in Heidelberg über die 1500m an. Schon seine 4:24,50 min. waren beachtlich, aber mit der Verbesserung auf 4:22,21 katapultierte er sich unter die Top 5 in Deutschland – die Meisterschaften können kommen.

Ebenfalls unter den deutschen Bestleistungen dieses Jahres rangieren die 8:53,69 min., mit denen Bill Martin den Heidelberger Veranstaltungsrekord über 3000m verbesserte. Und das, nachdem er wenige Stunden zuvor die 1500m in 4:12,24 min. absolviert hatte.

Auch der Dritte aus der Gold-Staffel von Celle, Sascha Barth, lieferte in Heidelberg ab: Mit 2:01,60 min. über 800m knackte er nicht nur seine persönliche Bestzeit, sondern näherte sich der Zweiminutenschwelle und belegt in der deutschen Bestenliste der M 40 aktuell Platz 2.

So schnell und erfolgreich wie nie zuvor ist derzeit Verena Duventäster (W 35) unterwegs. Gesamtplatz 2 beim Straßenlauf in Griesheim (38:25 min. über 10 km), Dritte in Weinheim – und bei den Quali-Tagen holte sie sich in 18:47,60 min. ganz locker die Norm für kommende Meisterschaften.

Dass es auch anders geht, nämlich hoch und lang – nein: seeehr hoch und seeehr lang –, bewies Bernhard Pirch-Rieseberg. Der 58-Jährige ist zwar nicht mehr ganz so schnell unterwegs wie früher, dabei aber umso ausdauernder. Nachdem er dieses Jahr bereits zwei 50 km-Läufe absolviert hatte (Rodgau: 4:36:49 h, Marburg: 4:31:40), startete er im Mai bei einem seiner Lieblingsläufe, dem Mt. Everest Treppenmarathon im sächsischen Radebeul. Dort ist eine Sandsteintreppe mit 397 Stufen innerhalb von 24 Stunden mindestens 100 Mal zu bewältigen. Bernhard landete hier auf Gesamtplatz 3, mit unfassbaren 124 Runden.

MI